Reaktion und Heilungsverlauf

Ein Satz vorab zum Thema "Heilung": Der Weg zur Heilung ist immer eine innere Prozeßarbeit. Ein Heilversprechen kann nie gegeben werden. Die gemeinsame Arbeit ist der Versuch, Umgehensweisen mit bestehenden Beschwerden/ Themen zu finden, bis hin zu deren Auflösung, Integration oder Akzeptanz.

Im homöopathischen Behandlungsverlauf gibt es eine Besonderheit: Es ist gut und wichtig, wenn Heilreaktionen auftreten. Es werden keine Symptome "wegtherapiert", sondern neue (bzw. alte Symptome von früher) wieder hervorgerufen. Anhand dieser ist dann der Ablauf des Heilungsprozesses beobachtbar.

So wird "Heilung" in der Sprache der "alten Homöopathen" beschrieben: Heilung im homöopathischen Sinne läuft nach der "Hering'schen Regel" ab: die Heilung verläuft von innen nach außen / von oben nach unten / in der umgekehrten Reihenfolge der Entstehung der Symptome.

Das heißt, wenn während einer Behandlung einer inneren Krankheit, wie zum Beispiel Rheuma, ein Hautausschlag auftaucht, dann ist das ein gutes Zeichen. Die Symptome gehen von innen nach außen. Wenn alte Symptome von früher wiederkommen, dann ist das ebenfalls ein gutes Zeichen: das Band wird zurückgespult und ein eventueller Auslöser gefunden.

Nach 4-6 Wochen läßt sich in chronischen Fällen die Wirksamkeit des gewählten Mittels beurteilen. Kommt es in dieser Zeit zu einer Reaktion, der sogenannten "Erstverschlimmerung", so ist dies positiv zu bewerten, da es ein Hinweis darauf ist, dass die Patientin auf die Mittelgabe reagiert und die Selbstheilungskräfte angeregt werden. Bei Verunsicherung oder starker Erstverschlimmerung sollte die Patientin unbedingt mit ihrer Homöopathin Rücksprache halten. Denn auch hier geht es um die individuellen Grenzen bzw. Bedürfnisse. Heilung soll sanft geschehen!

Bei der Behandlung von Kindern und Babys ist es besonders wichtig gewissenhaft zu beobachten und genau zu berichten.

Antidote: Einige Schulen in der Homöopathie gehen davon aus, dass die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel durch sogenannte Antidote (Gegengifte) aufgehoben werden. In vielen Fällen wird z.B. von übermäßigem Kaffeegenuss abgeraten. Ebenso wird stark riechenden ätherischen Ölen, Kampfer, Kamille und Salbei solch eine Antidotwirkung zugeordnet.

Meine Erfahrung ist jedoch, dass das richtig gewählte Mittel immer wirkt. Wir leben in einer Welt, in der wir vielen Einflüssen, Schwingungen und Wirrungen ausgesetzt sind. Wenn die Homöopathie hier nicht bestehen könnte, wäre sie keine zeitgemäße Heilmethode. Außerdem sei auch bedacht, dass die Homöopathie die Lebensfreude nicht beschneiden soll, sondern stärken, ...also achte jede selbst darauf, was ihr gut tut und was ihr eher schadet.

Kontinuität: Damit der Behandlungsverlauf kontinuierlich stattfindet, macht es Sinn, sich in regelmäßigen Abständen über die Mittelreaktionen und die Befindlichkeit auszutauschen. Die Mittelwirkung kann so überprüft werden und gegebenenfalls kann dann eine Wiederholungs- oder Folgeverordnungen stattfinden. Weil diese Rhythmen individuell sehr unterschiedlich sind, gebe ich keine konkreten Termine für Rückmeldungen vor. Sinnvoll sind Rücksprachen anfangs jedoch alle 6-8 Wochen. Mit der Zeit werden die Abstände in der Regel immer länger und finden dann nur noch bei Bedarf statt.

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